Sich trauen, auch etwas anderes als schwarz zu tragen! (06.02.2022)

Ich musste gerade kurz auflachen, als ich mich für das heutige Newsletter Thema entschieden habe :). Sich trauen, auch etwas anderes als schwarz zu tragen!

Nicht nur, weil es für mich persönlich sehr relevant und aktuell ist, sondern auch, weil ich damit längst nicht die einzige bin und dieses Thema schon häufiger gewünscht wurde.

GERNE! Gerne! Wirklich. Lass uns unsere Garderobe neu denken und in neue Gefilde aufbrechen. Kurze Randnotiz: „Das Gefilde“ wird auf Wikipedia beschrieben als ein gehobenes Wort für eine weite, sonnige und liebliche Landschaft.

 

Genau DA wollen wir hin. Weg von schwarz. Hin zu mehr Frische und mehr Sonne in unserem modischen Leben. Aber bedeutet das jetzt, dass nur noch gelb, orange und grün erlaubt sind? Keineswegs!

Denn Frische, Dynamik und Spannung können wir ganz einfach mit kleinen Veränderungen erreichen. Es muss nicht gleich die Keule sein – kleine Nuancen reichen völlig und sind sogar der beste Weg, den wir zu Beginn einschlagen können.

 

Der beste Tipp, den ich dir für den Anfang also geben kann, ist folgender:

Ersetze schwarz mit Farbtönen wie Anthrazit, Nachtblau, Navyblau und den dunklen Varianten von Bordeauxrot und Waldgrün.

 

Ich habe mal eine Künstlerin erzählen hören, wie ihr Professor im Studium die Farbe schwarz verboten hat. Bravo! Die Ermutigung, eine Farbe selbst anzumischen, habe auch ich in meinem Modestudium bekommen. Es fördert die Kreativität und man lernt eine völlig neue Welt der Farbnuancen kennen. Schwarz entsteht ganz automatisch, wenn wir unterschiedliche Farben miteinander mischen. Wir können kontrollieren, welche Nuance wir erreichen wollen.

 

Schwarz ist nicht gleich schwarz. Und vielleicht ist es auch dir schon aufgefallen. Falls nicht, dann mache doch einen kurzen Vergleich deiner schwarzen Kleidungsstücke. Einige werden sicher ins bläuliche gehen, andere sehen bei näherem Hinsehen tiefbraun aus. Hier könnte man meinen, dass der eine Schwarzton für kühle Farbtypen und der andere für wärmere Farbtypen geeignet ist. Und auch wenn es stimmt, finde ich es im normalen Leben zu schwierig umzusetzen. Kannst du dir vorstellen, wie lange es dauern kann, ein Kleidungsstück in dem perfekten Schwarzton zu finden? Und am Besten sitzt es noch super und ist günstig genug, etc. Du verstehst was ich meine. Es ist schwierig genug – da müssen wir es nicht unnötig verkomplizieren.

 

Aber: Etwas, das recht einfach gemacht ist und dir die Umstellung zu einer nuancierteren Garderobe erleichtert, sind die sehr dunklen Varianten der üblichen Verdächtigen blau, grün, rot etc. Zum einen, wirst du damit deine Garderobe langsam umstellen können und zum anderen wird sich diese Umstellung nicht wie ein Schock anfühlen. In dieser dunklen Farbpalette werden deine neuen Kleidungsstücke zu deinen alten passen, du musst nicht gleich alles neu kaufen und hast trotzdem mit Fingerspitzengefühl und Intention deine Outfits aufgewertet. Sie bekommen mehr Tiefe und gleichzeitig mehr Leben.

 

Wenn du also weg von der Farbe schwarz möchtest, kannst du entweder mutig farbige Kleidung einkaufen, oder du wählst den langsamen aber einfachen Weg der Schattierungen.

 

xo Olga