Wie du mehr „Ich“ in deine Garderobe bringst (23.01.2022)

Mehr „Ich“ sein in der Garderobe. Das ist eine Notiz, die ich in meiner schlauen Liste stehen habe und eine Rückmeldung, die ich schon von vielen Frauen bekommen habe. Sie wollen mehr „Ich“ in ihrer Garderobe sein.

 

Aber wieso kommt es überhaupt dazu, dass das „Ich“ in der Garderobe verloren geht? Was ist überhaupt das „Ich“, wenn wir von Kleidung sprechen?

 

Eine Sache, die dabei eine große Rolle spielt, ist die Zeit.

 

#1 Die Zeit, die wir uns nehmen, um Kleidung auszusuchen

Wir verlieren schnell den Bezug zu unserer Kleidung, wenn wir diese schnell, hektisch und übereilt einkaufen. Es entsteht vielleicht nicht mal ein Bezug. Es landet schnell mal ein Trendteil irgendwo ganz hinten im Schrank und verbleibt auch dort. Und selbst wenn das Kleidungsstück mit festem Vorhaben es anzuziehen vorne im Schrank landet, ist es häufig doch zu speziell oder uns fehlt die Erfahrung solche Teile zu stylen. Kleidung, die nicht getragen wird, wird niemals zu „uns“ werden. Sie ist einfach kein Teil unseres wirklichen Lebens und dann wundern wir uns, was es überhaupt im Schrank zu suchen hat. Wir stehen dann vor einer Auswahl, die „nicht passt“ und sich falsch anfühlt. Deshalb bin ich auch ein großer Fan der Einkaufsliste.

Dort landen Kleidungsstücke, die du wirklich brauchst. Kleidungsstücke, die du wirklich anziehen möchtest. Und nur, wenn Kleidung bewusst ausgesucht wird, kann sie zu einem wertvollen Teil deines Lebens werden. Wenn diese gerne getragen wird, entsteht der Bezug zu ihr – eine Beziehung, die uns so oft fehlt, wenn wir an Mode denken.

Es ist kein Wunder, dass es Menschen so oft schwer fällt, sich von Erinnerungsstücken zu trennen. Diese haben genau diesen emotionalen Mehrwert, nachdem wir streben.

Sich die Zeit zu nehmen, um Kleidung einzukaufen, ist also essentiell.

Wenn du lernen möchtest, wie du eine sinnvolle Einkaufsliste schreibst und Kleidung findest, die dir einen Mehrwert liefert, weil sie zu dir passt, deinen Stil verkörpert und sich nahtlos in deiner Garderobe einfügt, dann mache dazu das Modul 6 meines Stil Magie Onlinekurses. Hier findest du mehr Informationen dazu! 

 

#2 Wir verändern uns im Laufe der Zeit und das ist ok

Ein weiterer Punkt, über denn wir hier offen und realistisch sprechen sollten, ist die Tatsache, dass sich jeder Mensch im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Bleibt die Garderobe die selbe, kommt es zu Wachstumsschmerzen. Sich zu erlauben, Kleidung, die „aus einem anderen Leben stammt“, weiterzuverkaufen oder abzugeben, ist ein Segen. Man sollte nicht an Dingen festhalten, die einen belasten. Darum geht es doch bei Konmari, oder? Ja, einige Teile hat man früher leidenschaftlich gerne getragen. Heute nicht mehr. Ich muss dabei an eine Email denken, die ich vor einigen Jahren von einer Zuschauerin bekommen habe. Eigentlich waren es mehrere – so oder so ähnlich. Sie ist nach ihrer Scheidung in eine neue Stadt umgezogen – ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ich gönne ihr ein wenig frischen Wind in der Garderobe. Es schreiben auch Frauen, die in den Ruhestand gehen und nun ihre Garderobe von Büro Chic zu Casual Chic umstellen möchten. Meinen Segen haben sie (nicht, dass ich überhaupt das Recht habe, jemandem irgendeine Erlaubnis zu erteilen).

Ich bin ein Freund der Weiterentwicklung. Überhaupt sage ich oft: Die einzige Konstante ist die Veränderung.

Bei all der Liebe zu unserer Garderobe – manchmal ist es „ausgeliebt“.

 

Mehr „Ich“ in der Garderobe erreicht man meines Erachtens, wenn die Kleidung sinnvoll eingekauft und viel getragen wird. Und natürlich, wenn sie zum aktuellen Leben passt.

 

 

xo Olga