Capsule Wardrobe LANGEWEILE (20.03.2022)

Eine Capsule Wardrobe zu führen ist gerade am Anfang eine aufregende Sache. Man macht sich Gedanken über die Kleidung, die man integrieren möchte und über all das, was Kleidung für die Saison leisten soll. In der Regel steht Komfort weit oben auf der Liste, aber auch Nachhaltigkeit und die Liebe zu den einzelnen Stücken. Nicht zu vergessen der Schnitt, die Farbe und der……Stil?

Ja wirklich? Macht man sich ausreichend Gedanken über den Stil? Man könnte meinen Ja! Aber häufig findet man sich nach mehreren Capsule Wardrobe Saisons in einem Meer aus Langeweile wieder und fragt sich, ob diese ganze Capsule Wardrobe Sache überhaupt noch Sinn für einen ergibt.

 

Ich habe mich letztes Jahr in dieser Situation befunden und wirklich gezweifelt, ob dieses Konzept noch etwas für mich ist. Ich hatte ausreichend Kleidung und konnte gerade so über die Runden kommen mit der Wäsche. Auf Papier sah alles top aus.

Und doch fehlte mir etwas. Die Erkenntnis kam erst viel später und wow bin ich froh, dass ich nicht gleich alles über den Haufen geworfen hatte.

 

Dein Stil ist nämlich eine heimtückische Sache. Er möchte sich entwickeln. So wie wir Menschen auch. Und er mag Diversität.

Natürlich kannst du ein bestimmtes Stil Thema für dich definieren und dich beim Einkaufen daran entlang hangeln. Und gerade für Beginner ist es ein wunderbarer Einstieg, um Klarheit in der Garderobe zu schaffen. Aber es kommt der Punkt, an dem man „springen“ muss. Wie auch in der letzten Einheit meines Onlinekurses Stil Magie angebracht, geht es, nachdem man die Grundlagen gelernt und umgesetzt hat, darum seine eigene Handschrift einzubringen, um seine Kunst leben zu können. Und die Kunst ist in diesem Fall seine eigene Kreativität in der Garderobe, die eigene Stilsprache.

 

Wie du vielleicht schon selbst bemerkt hast, kann ein Kleidungsstück gleich mehrere Stileinflüsse haben. Es ist casual und gleichzeitig modern, es kann klassisch und gleichzeitig romantisch sein.

Um Langeweile in der eigenen Capsule Wardrobe zu vermeiden, habe ich eine große Lektion für mich mitgenommen: Die Diversität der Stilrichtungen.

Das, was mir fehlte, waren unterschiedliche Stile. Nicht immer nur das gleiche weiße T-Shirt. Nicht die zweite oder dritte Skinny Jeans in dunkler Waschung. Dieser schwarzer-Rollkragenpullover-für-immer-Ansatz mag vielleicht für Steve Jobs funktioniert haben, aber nicht für mich.

 

Deshalb lege ich dieses Jahr beim Einkaufen den Fokus auf Vielseitigkeit. Ich lasse nur Kleidung in meine Garderobe, die eine neue Stilrichtung eröffnet und mir dadurch die Möglichkeit gibt, mit wenig Kleidung deutlich unterschiedlichere Looks zu erzeugen.

 

Stehst du noch am Anfang deiner Modereise und hast Lust zu lernen, wie du endlich die richtigen Schnitte und Farben findest? In meinem Kurs Stil Magie kannst du genau das lernen (und noch viel mehr!). Ich nehme dich von Anfang an mit und wir bringen Klarheit und Kreativität in deine Garderobe. Hier kannst du dich anmelden!